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    Aktuelles

    Mobbing zum Leben?

    In Primitivkulturen sterben Menschen, die glauben, verhext zu sein, einen psychogenen Tod, den sie sich aus eigenem Entschluss nicht antun könnten. In Hochkulturen gedeihen Phantasien über ein von der Medizintechnik aufgezwungenes, von Schmerz und Scham getränktes Vegetieren. Der Arzt wird dann zur gnadenlosen Autorität, die den Wunsch zu sterben ähnlich abweist wie ein Militär den Wunsch des Soldaten, die Front zu verlassen.

    Debatten über Sterbehilfe, wie sie auch 2011 wieder auf dem Ärztetag in Kiel geführt wurden, wären überflüssig, wenn Menschen generell in der Lage wären, sich ein Ende nicht nur zu wünschen, sondern ihr Leben auch diesem Wunsch zu unterwerfen. Aber im Normalfall entzieht sich der Tod der Macht des eigenen Willens und bleibt der Macht Dritter unterworfen. …hier weiterlesen…

Termine

Hier finden Sie aktuelle Termine von Lesungen, Vorträgen und Seminaren

28.1.2012: VortragNur was ich reparieren kann, habe ich verstanden” im Rahmen der Tagung “Mach dein Ding!” der evangelischen Akademie Tutzing.

Am 26. Januar startet der KinofilmTage die bleiben“, bei dem meine Tochter als Autorin mitgewirkt hat.

    Willkommen!

    Liebe Besucher,
    Sie sind herzlich willkommen bei meinem Internetauftritt. Er ist dank der Aktivitäten meiner Tochter inzwischen schon das dritte Mal neu gestaltet - schade, dass es im Internet kaum historisch-kritische Dokumentationen gibt. Jedenfalls scheint sich hier die Architektur schneller zu ändern als überall sonst, wo noch mit Holz oder Stein gebaut wird - oder auch mit Buchstaben und Wörtern, wie in meiner eigentlichen Arbeit.
    Grosse Textmengen lassen sich mit einem Klick bewegen; das Lebenswerk eines Autors samt dessen Bibliothek passt problemlos auf einen fingerlangen Stick. Wie lange es noch Bücher gibt, so aus Papier und zum Blättern, die beim Umzug unheimlich schwer werden können, ist immerhin eine Frage, die bei jedem Treffen mit dem Literatur-Agenten Michael Meller diskutiert wird, der mich seit einigen Jahren betreut.
    Vorerst werden sie noch gedruckt, und da ich nun einmal damit angefangen habe, welche zu schreiben, mache ich auch so weiter; ich finde das immer noch eine der interessantesten und schönsten Beschäftigungen für mich.
    Als Baumaterial habe ich der Webmasterin viel Aktuelles und Älteres zur Verfügung gestellt. Aber scheuen Sie sich nicht, auch mal ein Buch zu kaufen, so lange es noch welche gibt!

Neuerscheinungen

Das Floß der Medusa Das Floß der Medusa

Was wir zum Überleben brauchen

Die globalisierte Konsumgesellschaft muss scheitern. Sollten wir daher nicht alles Mögliche tun, uns geistig und emotional auf die Improvisation von Rettungsflößen vorzubereiten?
Inspiriert von der tragischen Geschichte um “Das Floß der Medusa”, zeigt Wolfgang Schmidbauer seinen Lesern, wie die Gesellschaft heute besser sein kann als die Besatzung der »Medusa« vor über 200 Jahren. Der Kapitän hatte damals alle Warnungen ignoriert und die Fregatte auf eine Sandbank gesteuert. …hier weiterlesen…

Das kalte Herz Das kalte Herz

Von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle

In der Konsumgesellschaft leidet die seelische Reife. Die moderne Geldwirtschaft arbeitet gegen die Gefühle der Menschen. Der Kapitalismus zerstört die Empathie.

»Dichter sehen noch zusammen, was die Wissenschaft trennt«, schreibt Wolfgang Schmidbauer in seinem neuen Buch. Von den früh vollendeten Dichtern, deren Tod Phantasien weckt, was aus ihnen noch alles hätte werden können, ist Wilhelm Hauff einer der bekannteren. Als sein wichtigstes Märchen gilt Das kalte Herz, Teil der Märchensammlung …hier weiterlesen…

Kleist – Die Entdeckung der narzisstischen Wunde Kleist – Die Entdeckung der narzisstischen Wunde

Verlagstext: In der Schärfe seines Konflikts mit der gesellschaftlichen Norm seiner Zeit ist Kleist ein Wegweiser in die Moderne. Er durchleidet und beschreibt Vorgänge, die später als Individualisierung und Selbstverwirklichung bezeichnet wurden. Wolfgang Schmidbauer charakterisiert Kleist sowohl als seelisch belasteten Menschen wie auch als Pionier der Erforschung narzisstischer Konflikte. Mit dem Verlust der ständischen Ordnung …hier weiterlesen…

Artikel

Die Ängste der dritten Generation Die Ängste der dritten Generation

Dieses Interview erschien 2010 in der Zeitschrift NEON; es basiert auf dem Buch „Ein Land – Drei Generationen. Psychogramm der Bundesrepublik“

Sie nennen die jungen Erwachsenen von heute »Generation Angst«. Was meinen Sie damit?
Ich arbeite seit mehr als dreißig Jahren als Psychoanalytiker – und stelle fest, dass die Menschen in dieser Zeit sehr viel ängstlicher geworden sind. In früheren Therapiegruppen etwa waren die Leute viel unangepasster;… …hier weiterlesen…

Kolumnen

Das Finanzgewölbe Das Finanzgewölbe

Ich ging an jenem Abend vor dem wichtigsten Tage meines Lebens in Würzburg spazieren. Als die Sonne herabsank, war es mir, als ob mein Glück unterginge. Mich schauerte, wenn ich dachte, dass ich vielleicht von allem scheiden müsste, von allem, was mir teuer ist.
Da ging ich, in mich gekehrt, durch das gewölbte Tor sinnend zurück in die Stadt. Warum, dachte ich, sinkt wohl das Gewölbe nicht ein, da es doch keine Stütze hat? Es steht, antwortete ich, weil alle Steine auf einmal einstürzen wollen – und ich zog aus diesem Gedanken einen unbeschreiblich erquickenden Trost, der mir bis zu dem entscheidenden Augenblicke immer mit der Hoffnung zur Seite stand, dass auch ich mich halten würde, wenn alles mich sinken lässt.


So schrieb im Jahr 1800 der als preussischer Offizier und als Student der Mathematik gescheiterte Heinrich von Kleist …hier weiterlesen…

Vorträge

Das Unbewusste und der Wald Das Unbewusste und der Wald

Vortrag auf der Tagung Blätterwald – Wald in den Medien
Evangelische Akademie Tutzing, 12.2.2011

Dem Naturentzücken und der Ursprungsschwärmerei angesichts des Waldes hält die Wissenschaft gerne entgegen, dass der Wald in Europa genau so Kulturlandschaft sei wie Felder oder Fischteiche. Aber dennoch ist es etwas Eigentümliches mit dem Wald. Er ist anders, und das liegt an den Bäumen.

Weil sie in der Regel länger leben und größer werden als der Mensch, flössen sie uns Achtung und Ehrfurcht ein, gemischt mit Angst, denn der unbewaffnete Mensch kann einem Baum nichts anhaben, der Baum aber auch den Bewaffneten erschlagen, vor allem, wenn ihm die Elemente -Sturm oder Schnee – zu Hilfe kommen. …hier weiterlesen…