Vorträge

Das Unbewusste und der Wald

14. Februar 2011 | Von
Das Unbewusste und der Wald

Vortrag auf der Tagung Blätterwald – Wald in den Medien
Evangelische Akademie Tutzing, 12.2.2011

Dem Naturentzücken und der Ursprungsschwärmerei angesichts des Waldes hält die Wissenschaft gerne entgegen, dass der Wald in Europa genau so Kulturlandschaft sei wie Felder oder Fischteiche. Aber dennoch ist es etwas Eigentümliches mit dem Wald. Er ist anders, und das liegt an den Bäumen.

Weil sie in der Regel länger leben und größer werden als der Mensch, flössen sie uns Achtung und Ehrfurcht ein, gemischt mit Angst, denn der unbewaffnete Mensch kann einem Baum nichts anhaben, der Baum aber auch den Bewaffneten erschlagen, vor allem, wenn ihm die Elemente -Sturm oder Schnee – zu Hilfe kommen. …hier weiterlesen…



Rilke, Krankheit und Dichtung

26. September 2010 | Von
Rilke, Krankheit und Dichtung

Vortrag für die Jahrestagung der Rilke-Gesellschaft

Psychologische Diagnosen gleichen Musikinstrumenten. Sie engen eine Vielfalt von Möglichkeiten ein, um praktische Vorteile zu gewinnen und eine sonst nicht greifbare Vielfalt handhabbar zu machen.

Sie lehren uns etwas über die Vielfalt der Psyche, indem sie diese reduzieren, wie auch ein Instrument die Vielfalt der akustischen Möglichkeiten reduziert, uns gleichzeitig aber den Geist der Musik näher bringen kann. …hier weiterlesen…



Die Illusionen über das Gegenüber und die virtuelle Welt

15. April 2010 | Von
Die Illusionen über das Gegenüber und die virtuelle Welt

Erzwungene Beziehungen greifen um sich, vom Stalking zur Zwangsverpflichtung des widerspenstigen Vaters

Es ist nicht so, das Liebe manchmal Fehler macht, sondern die Liebe selbst ist ein Fehler. Wir verlieben uns, wenn unsere Phantasie auf eine andere Person die Perfektion projiziert, die sie nicht hat. Eines Tages verschwindet das phantastische Bild, und mit ihm stirbt die Liebe.

So melancholisch hat der 1883 geborene spanische Philosoph Ortega y Gasset in seinem Essay …hier weiterlesen…



Berufsrollen unter Druck

13. April 2010 | Von

Sollbruchstellen und Stresszonen in Institutionen
Vortrag für die Tagung der Gefängnispsychologen in München

Warum sind Erdbeben und Vulkanausbrüche nicht gleichmässig nach dem Zufallsprinzip über die Oberfläche des Planeten verteilt, sondern treten an bestimmten Punkten mit viel höherer Wahrscheinlichkeit auf als an anderen? Die Geologen erklären uns das damit, dass die Erdkuste nicht stabil und überall gleich dick ist, sondern sich aus verschiedenen Schollen zusammensetzt, die auf dem glutflüssigen Erdinneren “treiben” – freilich in der dem Geologen vertrauten minimalen Geschwindigkeit. Dennoch… …hier weiterlesen…



Vom Hexenschuss zum Bandscheibenvorfall oder: Der zerstückelte Schamane

5. April 2009 | Von

Dieser Text wurde auf der Tagung “Gesund-Sein aus Bewußtsein”, 3.-5. April 2009 in der Akademie Tutzing vorgetragen. Es geht darin um die (Un)Möglichkeit, in der modernen Gesellschaft zu einer “ganzheitlichen” Heilkunde zu finden. Brauner Biber, ein Jäger vom Stamm der Kwakiutl-Indianer, schleppt sich zu Quesalid, dem Schamanen des Stammes. Er ist ganz plötzlich, als er …hier weiterlesen…



Kleists Narzissmus

24. November 2008 | Von

Vortrag auf der Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist Gesellschaft in Berlin, November 2008 Jemanden wie Heinrich von Kleist würde man heute in die Psychiatrie stecken. Schon als Kind sei er, so ist es überliefert, ein nicht zu dämpfender Feuergeist gewesen – man hätte ihm heute das Zappelphilippsyndrom zugeschrieben, und Pillen gegen ADHS hätte er bekommen, um den …hier weiterlesen…



Die Macht der Religion (Teil 1)

5. August 2008 | Von

Warum der Mensch sich Gott erschuf Zufällig ist während eines Regentages eine flache Schüssel auf der Terrasse stehen geblieben. Am nächsten Morgen sieht die Hausfrau entzückt, dass die Schale als Vogeltränke angenommen wird, ein niedliches Vögelchen pickt Wasser aus ihr. Als sie die Idylle ihrem Mann zeigen will, ihn ruft und nun noch einmal hinsieht, …hier weiterlesen…



Die Macht der Religion (Teil 2)

5. August 2008 | Von

Warum der Mensch sich Gott erschuf–(Fortsetzung von Teil 1) In den drei Jahren nach 1930 – Hubbard ist 19 Jahre alt – behauptet der Gründervater von Scientology folgende Taten verrichtet zu haben: Er hat Ingenieurswesen sowie Atom- und Molekularphysik studiert, ist Drill-Sergeant bei den Marines geworden und hat dort eine preisgekrönte Kompanie aufgebaut, trat als …hier weiterlesen…